BIM
Was versteht man unter BIM?
Building Information Modeling (BIM) – deutsch Gebäudedatenmodellierung – ist eine Arbeitsmethode zur optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software. Dabei werden alle relevanten Gebäudedaten digital erfasst, kombiniert und vernetzt.
Vernetzung aller am Bau Beteiligten
Das Gebäude wird als virtuelles Gebäudemodell auch geometrisch visualisiert, also als Computermodell. BIM basiert auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten. Es findet sowohl im Bauwesen zur Bauplanung und Bauausführung (beispielsweise in der Architektur, im Ingenieurwesen, oder bei Haustechnik) als auch im Facilitymanagement Anwendung.
Bauvorhaben einfach ausschreiben
Mit den verschiedenen Lösungen von evergabe.de kannst Du Deine benötigten Bauleistungen einfach ausschreiben. Sowohl die Vergabeplattform evergabe.de als auch der evergabe Manager unterstützen Dich dabei. Schau Dir folglich die Möglichkeiten an, die Du als Auftraggeber hast und kombiniere das Wissen durch BIM mit der nächsten Ausschreibung.
Funktion und Vorteile von BIM im Vergabeverfahren
BIM ermöglicht eine präzise digitale Darstellung aller relevanten Bauinformationen, die für die Ausschreibung von Bauleistungen genutzt werden können. Durch die detaillierte Planung werden Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungsunterlagen genauer und vollständiger erstellt, was zu weniger Nachträgen und geringeren Risiken für Auftraggeber führt. Die transparente Dokumentation unterstützt die Prüfung der Angebote und die Bewertung der Eignung von Bietern. BIM trägt somit direkt zur Effizienz und Rechtssicherheit im Vergabeverfahren bei.
Rechtliche Einordnung und Abgrenzung
BIM selbst ist keine gesetzliche Vorschrift, sondern eine Methode, die die Anforderungen der Vergabeverordnungen (VgV, VOB/A) unterstützen kann. Im Rahmen öffentlicher Aufträge ergänzt BIM die gesetzlichen Vorgaben, indem es die Nachvollziehbarkeit und Vollständigkeit der Ausschreibungsunterlagen erhöht. Abzugrenzen ist BIM von klassischen CAD-Modellen: Während CAD primär der geometrischen Darstellung dient, integriert BIM zusätzlich alle projektrelevanten Daten wie Kosten, Materialien, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten.
Praktische Bedeutung für Auftraggeber und Unternehmen
Für Auftraggeber erleichtert BIM die Koordination komplexer Bauprojekte und die Erstellung präziser Leistungsverzeichnisse. Unternehmen profitieren durch klar definierte Anforderungen, verbesserte Planungssicherheit und die Möglichkeit, sich gezielt auf Ausschreibungen vorzubereiten. BIM unterstützt die Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten und minimiert Fehlerquellen, die zu Streitigkeiten oder Verzögerungen führen könnten.
Digitale Unterstützung durch Vergabesoftware
Vergabesoftware wie der evergabe Manager ermöglicht die Integration von BIM-Daten in den Vergabeprozess. Ausschreibungen können direkt auf Basis der digitalen Gebäudemodelle erstellt werden, Bieter erhalten vollständige und strukturierte Informationen, und die Angebotsbewertung wird transparenter und effizienter. So wird BIM nicht nur als Planungsmethode, sondern auch als Instrument für rechtskonforme und optimierte Vergaben genutzt.